- Villa Justitia -

Ausstellungseröffnung am 17.09.2012 in der Villa Justitia von Kuratorin Birgit Cäsar-Preller

                                                 Justitia ist eine Frau

Warum ist Justitia eine Frau? - Eine Antwort in 12 Tafeln

 

Stolz und mutig steht sie da, das Schwert in der rechten, die Waagschale in der linken Hand, die Augen verbunden: Justitia, Sinnbild der Gerechtigkeit. Warum aber ist Justitia eine Frau? Sind Frauen am Ende die gerechteren Menschen? Antwort auf diese Fragen gibt die Wanderausstellung "Fülhorn, Waage, Schwert - Justitia ist eine Frau", die in der Villa Justitia am 17.09.2012 um 19.oo Uhr von der Kuratorin der Ausstellung, Frau Birgit Cäsar-preller, eröffnet wird. Sie führt durch 23.000 Jahre Gerechtigkeitsgeschicht aus Sicht der Frauen. Dieser frauengeschichtliche Blick eröffnet überraschende Einsichten, neue Fragen und anregende Diskussionen. Der Blick in dei Räume der Gerechtigkeit reicht von matriarchialischen Zeiten über die ägyptische Gerechtígkeitsgöttin Ma´at und die grieschichen Göttinnen Themis, Demeter und Athene. Sie zeigt Kaiserinnen wie Livia und Theodora und fragt nach der Beziehung zwischen Muttergöttinnen und Maria und deren Rolle in dem jeweiligen historischen Gerechtigkeitsdiskurs. Außerdem würdigt sie das Wirken der großen Gerechtigkeitsdenkerinnen in der Geschichte wie Hildegard vonBingen, Christine de Pizan , Olympe de Gouges, Flora Tristan und Hedwig Dohm. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Unrechtssystem des Faschismus und den Gerechtigkeitshoffnungen der Gegenwart.

 

 

 

Zu allen historischen Zeiten erschienen in der Kunstgeschichte, an öffentlichen Plätzen, in und an Gerichtsstätten und in Weisheitstexten weibliche Verkörperungen von Gerechtigkeit. Was verbindet die Frauen des 21. Jahrhunderts mit denen aus anderen Zeiten, wie sehen Frauen heute Gerechtigkeit, wie haben Frauen damals Gerechtigkeit empfungen und gelebt? Diese Frage war Anlass für Frau Cäsar-Preller die Ausstellung nach Wiesbad3en zu holen, die von Frau Ba4rbara Degen konzipiert wurde und unter der Schirmherrscghaft des Haus der Frauengeschichte e.V. in Bonn steht. Das Fazit am Ende der Suche: "Die zwölf Tafeln der Ausstellung zeigen, dass selbst in den tyrannischen Zeiten unserer Geschichte, z. B. während der Hexenverfolgungen und im Faschismus, die Sehnsucht und die Hoffnung auf eine friedliche, gewaltfreie und liebevolle Welt nie verschwunden ist. Wir brauchen diese Hoffnung, ebenso wie wir alle Fähigkeiten der Frauen in der Politik und ihre Mütterlichkeit brauchen. Und wir hoffen auf eine Welt, in der diese Mütterlichkeit auch für mehr Männer zu einer erstrebenswerten Eigenschaft wird.